Samstag, 30. Oktober 2010

Heute schon gesaugt?

Ein Thema lässt mich nicht mehr los, seitdem ich durch ein Buch darauf aufmerksam geworden bin: Der Nasensauger. Hierbei handelt es sich um ein Gerät, mit dem man die Nase des Säuglings saugt. Gesaugt wird allerdings nicht Staub, sondern Nasensekret, also quasi Popel. Denn flüssiges Nasensekret läuft ja im Allgemeinen von allein irgendwohin. Oder liege ich da falsch?

Meine erste Reaktion auf den Nasensauger war, wie sollte es auch anders sein, die Suchmaschine. Die spuckte folgenden, sehr beeindruckenden Text aus:

Der Nasensauger ist ein von nationalen und internationalen Instituten getestetes und von anerkannten Fachärzten empfohlenes Hilfsmittel zum Entfernen des Nasensekrets von Säuglingen und Kleinkindern als wirksame Ergänzung der ärztlichen Behandlung.
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Diesen Nasensauger schließt man an einen handelsüblichen Staubsauger an und dann saugt man seinem Baby die Nase gründlich aus. Dieser Trend hat mich sehr beeindruckt, vor allem vor dem Hintergrund, dass man heute ja davon ab ist, Säuglinge regelmäßig zu baden, denn in der ersten Zeit kann das Baby ja gar nicht schmutzig werden, höchstens ein bisschen schwitzen.2

Was heißt das für uns P? Nun ja, ist doch klar. Eine Kombination von wischen und saugen, die ideale Babypflege von heute, wird für dich gerade richtig sein. Das bisschen Pullern, Kacken, Schwitzen und Spucken, davon wird kein Baby schmutzig. Und selbst wenn. Dann wirst du einfach gesaugt. Was für die Nase gut ist, kann für Ps Popo doch nicht schlecht sein.

Freitag, 29. Oktober 2010

Wehe, wenn die Wehen kommen

Eine Wehe ist eine
rhythmische Muskelkontraktion der Gebärmutter während des Gebärens.
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Klingt ja erstmal ganz gut. Also Rhythmus kann nicht schaden, hat so was Regelmäßiges, Gleichförmiges und das Beste daran wahrscheinlich? Wo ein Rhythmus ist, gibt es auch Pausen. Muskelkontraktion klingt da schon gruseliger.
Aber das ist ja nicht alles.
Die wunderbare deutsche Sprache hat für dieses Wort ja noch andere Bedeutungen im Schubfach: Eine Wehe ist auch ein Windstoß. Was heißt das für uns P? Wirst du wie ein Windstoß in mein Leben preschen? Oder werden die Kontraktionen sich wie Windstöße anfühlen? Ein Windstoß kann ja ziemlich stark sein.
Nur die dritte Bedeutung kann ich irgendwie nicht einordnen: eine
angehäufte Ansammlung (z.B. Schnee oder Sand)
2 Wie soll ich das denn für uns deuten? Eine Ansammlung von Schmerzen? Puhhhh....

Und dann kommt der schönste Teil....diese Bedrohung, die in dem Wort steckt. Das kann nur die deutsche Sprache. "Wehe dem, der vor Wehen Angst hat."
Doppelpuhhhh....
Da lob ich mir doch den Windstoß und den Rhythmus. Also P, komm in unser Leben mit ein paar rhythmischen Windstößen und wir schenken dir eine angehäufte Ansammlung von Liebe. So einfach ist das mit den Wehen.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Und es kommt doch ganz anders

Eine Frage, die mir in meiner Schwangerschaft immer wieder begegnet und auf deren Beantwortung ich jedesmal in erschrockene Gesichter blicke, ist die Frage "Wo wirst du dein Kind zur Welt bringen?" oder im ungarischen Original "Hol fogsz szülni?"

Monatelang hab ich auf die Frage mit einem lässigen "Na, im Krankenhaus hoff ich" geantwortet. Ich war mir natürlich stets im Klaren darüber, worauf die Frage abzielt. Ob ich mir einen Arzt oder eine Hebamme ausgesucht hätte, mit der ich eine stille finanzielle Vereinbarung getroffen habe über bessere Betreuung gegen ein mehr oder weniger kleines Taschengeld.
Und da stand ich nun. Ich hatte keinen Arzt, keine Hebamme, noch nicht mal einen Plan für ein Krankenhaus außer den, ins nächstgelegene zu fahren. Undenkbar. Geradezu skandalös. Die Verantwortung fängt schließlich nicht erst nach der Geburt an und das Geburtserlebnis soll doch so schön wie möglich sein.

Mittlerweile hab ich mich dem Druck hingegeben, kann die Frage zuverlässig und prägnant beantworten. Ich hab einen Arztplan, einen Hebammenplan, einen Krankenhausplan und die Tasche ist gepackt. Und was les ich da heute Morgen hier? In der Rush-hour kommen die Babys in Bangkok reihenweise in den Autos zur Welt, weil die Frauen es nicht bis zur Klinik schaffen. Und die Polizisten werden zu Hebammen ausgebildet, um den Frauen diese Geburtserlebnisse in den Taxis zu erleichtern.
Panik!!! Alles Planen umsonst! Ich habe keinen Polizisten-Hebammen-Plan! Soviel ich weiß sind die Polizisten in Budapest nicht als Hebammen ausgebildet.
Bleibt nur eins Kind P. Halt dich an meinen Plan! Inklusive Arzt, Hebamme und Krankenhaus. Und am besten komm nicht zum Vollmond, denn da is die Hölle los im Krankenhaus.

PS. Am besten gefällt mir übrigens in dem o.g. Artikel: "Ein Neugeborenes ist ziemlich glitschig". Wenn's geht P, sei nicht so arg glitschig. Nicht dass du mir gleich aus der Hand rutschst.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Hauptsache gesund

Hauptsache gesund - einer der Standardsprüche, die Frau zu hören bekommt, wenn sie schwanger ist. Ist das wirklich die Hauptsache? Ohne Zweifel, Gesundheit ist ein wichtiges Gut, vielleicht auch wirklich das Wichtigste, aber wie kommt der Spruch bei einer Schwangeren an?

Wenn die Hauptsache ist, dass dein Kind gesund ist, wie wird die Gesellschaft dann reagieren, wenn es das nicht ist? Und wie reagierst du als Mutter, wenn du neun Monate lang unter dem "Druck" standest, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen und das dann quasi gescheitert ist?

Was ist Gesundheit eigentlich? Wovon reden wir, wenn wir von einem gesunden Baby sprechen?
Worauf zielt der Wunsch genau ab? Bloß kein behindertes Kind, Hauptsache gesund?? Ist mein Kind nicht genauso liebens- und lebenswert, wenn es in irgendeiner Form nicht der gängigen Vorstellung von gesund entspricht?

Lieber P, ich wünsche mir, dass du gesund bist. Aber die Hauptsache ist das für mich nicht. Du bist willkommen, wie du bist, in groß oder klein, in haarig oder ohne Haare, in dick oder dünn, süß oder süßer, in Gesundheit und in Krankheit.
Komm nur endlich :-)

Montag, 25. Oktober 2010

Rummel im Bauch - Rumli a pocakomban

Eigentlich heißt es ja, dass die Kindsbewegungen gegen Ende der Schwangerschaft nachlassen und es im Allgemeinen ruhiger im Bauch zugeht. Auf dieser Basis komme ich zu folgenden Schlussfolgerungen, von denen eine wohl zutrifft:
- ich bin noch lange nicht am Ende und P lässt sich noch mehr als zwei Wochen Zeit
- ich nehme den Rummel in meinem Bauch nur verstärkt wahr, weil ich ungeduldig werde
- ich bin falsch informiert
- die Informationen an sich sind falsch
oder P bringt sich in Startposition und ich muss nochmal schnell die Wohnung putzen, weil es gleich losgeht. Auf jeden Fall ist Party in meinem Bauch und manchmal denk ich, ich bin nicht eingeladen, weil ich so getreten werde.
Ich bin gespannt, welche der o.g. Schlussfolgerungen sich bewahrheitet.

Heute Nachmittag habe ich eine Wickeltischauflage aus Kunststoff gekauft. Wenn ich die jetzt durch die Suchmaschine laufen lasse, werde ich sicher feststellen, dass es wieder 20 Argumente gegen Kunststoff-Wickeltischauflagen gibt und 20 dafür. Nachdem die Auflage schon auf der Wickelkommode liegt und die Eselchen so herrlich süß sind, ignoriere ich für heute die Suchmaschine und freue mich über die lachenden Esel in hellblau. Oder sind das etwa Zebras?


Állítólag csökken a baba mozgása a terhesség végén és általában nyugi van a pocakban. Abból arra következtem, hogy
-        még sókaig nem várható a terhesség vége nekem és P még több mint 2 hetet kér magának
-        csak jobban veszem észre a pocaklakóm mozgását, mert türelmetlen vagyok már
-        rossz információm van
-        az információ rossz
vagy P már dolgozik a start pozíción és nekem gyorsan kéne még egyszer takarítani a lakást, mert mindjárt itt lesz. Mindenképpen buli van a pocakomban és néha azt gondolom, hogy nem kaptam meghívót, mert annyira rug engem a pici. Kiváncsi vagyok, melyik a jó következtetés.
Ma délután vettem egy pelenkázó feltétet. Ha most googlizom, biztos az lesz, hogy 20 érv lesz a műanyag feltét mellett és 20 ellene. Mivel már pelenkázóasztalon jól érzi magát azokkal a pici csacsikkal, úgy döntettem, hogy nem foglalkozok vele és örülök a mosolygós csacsiknak világos kékben. Vagy ezek zebrák?


Samstag, 23. Oktober 2010

Lieber P,


nun ist es nicht mehr lang hin, offiziell noch 16 Tage, bis zu deinem Geburtstermin und ich kann es kaum noch erwarten, dich in den Armen zu halten.

Ich bin neugierig. Wir sind neugierig. Auf dich!

Már nem sok van hátra, hivatalosan 16 nap amig jössz a világra és én már nagyon várlak.

Kiváncsi vagyok. Kiváncsiak vagyunk itt. Rád!