Freitag, 18. März 2011

Lieblingsmomente mit Paul III

Gestern war Pauls 4-monatiger Geburtstag. Nicht, dass wir das irgendwie gefeiert hätten, aber es fühlt sich doch irgendwie erwähnenswert an, wenn es der eigene kleine Scheißer ist, der so alt wird. Die vier Monate sind vorbeigerast und da dachte ich es ist mal wieder Zeit für eine neue Liste der Lieblingsmomente

- Paul kann neuerdings lachen, also laut lachen, es ist zwar noch ein bisschen zurückhaltend, aber reicht doch für einen Glücksmoment - im Übrigen macht er das, wenn man ihn am Hals knutscht, da iser wohl kitzlig.
- Paul versucht sich seit zwei, drei Tagen auf den Bauch zu drehen, scheitert aber im letzten Moment an seinem Arm und wird dann ganz wütend - herrlich
- wenn Paul beim Stillen anfängt rumzukucken, weil es inzwischen spannendere Dinge als Essen gibt. Er kuckt rum, kuckt mich an, grinst sich eins und trinkt weiter. So kann die Mahlzeit auch mal ne halbe Stunde dauern.
- wenn er an anderen Babys rumzuppelt. Die Gelegenheit hatte er zwar noch nicht so oft, aber wenn, dann war das ein ganz goldiger Anblick
- wenn er vor sich hin summt oder brabbelt
- wenn ich vorsinge, dann reklamiert er, wenn ich die Töne nicht treffe, so bisschen wie ein DSDS-Juror (was das ist, wird Paul hoffentlich nicht verstehen, wenn er groß is).

Das waren die schönsten. Na so wie sich Paul momentan entwickelt, wird es wohl bald ne neue Liste geben. Bald wird mit Essen geschmaddert und mit Spielzeug geworfen, von Wohnung auf den Kopf stellen mal ganz zu schweigen. Ich bin schon gespannt wie n Flitzebogen, was der fünfte, sechste und siebente Monat so bringt. Vor allem bringt er erstmal den Frühling. Auf den warten Paul und ich sehnsüchtigst. 

Mittwoch, 16. März 2011

Die Mär vom unkomplizierten Paul

Am Samstag, naja, das ist schon eine Weile her, aber zu meiner Verteidigung....hier war inzwischen Feiertag und verlängertes Wochenende....also jedenfalls am Samstag waren Paul und ich wieder zu Besuch bei einer Freundin. Und Paul hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Vor allem hat sich da mal wieder gezeigt, dass man sich mit verallgemeinernden Aussagen über sein Kind zurückhalten sollte, denn besagtes Kind wird dann sowieso alles anders machen als man es vorher behauptet hat. So wie Paul am Samstag. Verallgemeinert hatte ich, dass Paul eigentlich ein ganz ruhiger Junge ist und nicht viel schreit, was auch wirklich so ist. Und was macht Paul am Samstag von 17.30-19.30 Uhr? Weint. Schreit. Brüllt. Meckert. Schimpft. Wird hysterisch. Das ganze Programm. Nur eben den Programmpunkt ruhiger Junge hat er vergessen. So herum ist das natürlich peinlich. Glaubt ja dann keiner mehr, die Mär von dem unkomplizierten Paul. Aber auch anders herum wäre nicht so toll. Ich stell mir grad vor, wie das wär, ich würde überall erzählen Paul schreit andauernd und dann bin ich irgendwo zu Besuch und er legt das Programm lächelndes Baby auf.

Montag, 7. März 2011

Das erste Lachen

Toll ist, wenn das eigene Kind das erste Mal lächelt.
Noch toller ist, wenn das eigene Kind dich das erste Mal anlächelt.
Am tollsten ist, wenn das eigene Kind das erste Mal laut lacht.
....Nun, wir sind gestern beim Superlativ angekommen und heute konnten wir das sogar in HD-Qualität festhalten. Was für ein schöner Moment. Das Lachen ist noch zurückhaltend, so ein bisschen bescheiden, aber das lag vielleicht am Input.

Freitag, 4. März 2011

Auf dem Bauch liegen muss man schließlich auch wollen

Nächste Woche haben wir wieder eine Untersuchung, d.h. untersucht wird nur der Paul. Aber die letzten Untersuchungen haben gezeigt, dass die Mutter immer auch mit untersucht wird. Nicht körperlich, aber die mütterlichen Kompetenzen sozusagen. Denn Paul wird nach allen Regeln der Kunst untersucht und mit einer Norm verglichen (das hatten wir schon). Sollte es dann Abweichungen von der Norm geben, ist das natürlich nicht Pauls Schuld. Denn er kann ja nix dafür, er ist ja nur ein Baby. Irgendwann (wahrscheinlich schneller, als uns lieb ist) wird der Moment kommen, an dem er selbst verantwortlich ist für das, was er isst, was er trinkt und was er sonst so mit seinem Körper anstellt. Jetzt bin ich Schuld. Naja, irgendwie auch noch der Papa. Aber nein, eigentlich doch nur ich. Und diese Schuld wird auch regelmäßig kommuniziert.
Sie stillen zu oft
Sie stillen zu wenig
Sie müssen ihn nicht so oft halten
Sie müssen ihn mehr halten
Sie müssen ihn anders halten
Sie müssen ihm Wasser geben
Sie dürfen ihm kein Wasser geben
Sie müssen ihm Tee geben
Sie müssen ihn regelmäßig baden. 
Sie dürfen ihn nicht so oft baden.
....usw. die Liste ist lang.
Bei der letzten Untersuchung kam der Hinweis, der mir bis heute noch in den Ohren klingelt und mich vor der nächsten Untersuchung zittern lässt. "Hebt er denn sein Köpfchen schon?" "Naja, geht so..." "Das müsste er schon besser können. Sie müssen ihn viel öfter auf den Bauch legen."
Kurz nach der Untersuchung hab ichs dann nochmal versucht mit der vermaledeiten Bauchlage, die ja so wichtig ist, damit der Junge laufen lernt, denn aus der Rückenlage steht es sich so schlecht auf. Ich hab dann festgestellt, dass sich seit der Geburt nix verändert hat. Paul hasst die Bauchlage. Er wird hysterisch auf dem Bauch, und das innerhalb weniger Sekunden, manchmal, wenn er einen guten Tag hat, innerhalb einer Minute. Also hab ich das wieder gelassen, denn es wurde auch nicht besser dadurch, dass ich ihn öfter auf den Bauch gelegt hab. Einzig und allein das Schreien wurde lauter.
Nun steht die nächste Untersuchung an und da zwang mich die Angst vor dem Rezept für Krankengymnastik (denn das bekommen Babys, die nicht rechtzeitig alle Entwicklungsstufen abarbeiten) dazu, Paul doch wieder in die Bauchlage zu zwingen. Und siehe da, ganz plötzlich, als hätte er nie was anderes getan, macht er kleine Liegestütze und kuckt mich an. Zugegebenermaßen wird er dabei immernoch hysterisch, sein Kopf wird rot und er fängt mächtig an zu jammern. Aber jammern darf er, solange er dafür sorgt, dass ich bei der Untersuchung nicht wieder zu hören kriege: "Sie müssen....Sie dürfen nicht....Sie sollten...." Und irgendwann wird auch das Jammern aufhören. Auf dem Bauch liegen muss man schließlich auch wollen.

Mittwoch, 2. März 2011

Der frühe Vogel sollte mal seine Schlafgewohnheiten anpassen

Ich war ja schon immer eine Frühaufsteherin, aber mit Paul nimmt diese Unart von mir Ausmaße an, die dem Familienleben nicht unbedingt zuträglich sind. Paul hat sich angewöhnt um 17 Uhr einzuschlafen, schläft dann bis zum Wecken, so zwischen 18-20 Uhr und ist in diesem Zeitraum für Baden und Stillen so eine Stunde wach. Danach schläft er wieder ein, schläft bis 1-2 Uhr. Da wird gestillt und dann schläft er nochmal ein und zwar bis ungefähr fünf Uhr. Nun bin ich normalerweise so gegen sechs Uhr ausgeschlafen, d.h. die letzte Stillmahlzeit ist schon so kurz davor, mit dem Ergebnis, dass ich danach auch nicht mehr wirklich einschlafe. Und wenn ich auch schlafen könnte, Paul ist um die Zeit ausgeschlafen und ist danach eigentlich erstmal wach.
Also stehe ich jetzt oft so zwischen 4.30 Uhr und 5.30 Uhr auf und bin so gegen 21 Uhr müde und das ist noch geschönt. Um die Zeit bin ich so müde, dass ich schlafen gehe. Gestern war Paul noch dazu den ganzen Tag quengelig, was dazu geführt hat, dass ich pünktlich mit dem 20.15 Uhr-Film schlafen gegangen bin. So war ich um 4.30 Uhr wunderbar herrlich ausgeschlafen. In der Woche  mutet das schon seltsam an. Aber am Wochenende wird das erst richtig lustig, wenn ich den Papa um 6.30 Uhr fürs Familienfrühstück wecke, weil ich schon 2 Stunden wach bin und Hunger hab. 
Also Paul, irgendwie müssen wir daran was basteln. Das mit dem Nachtschlaf machst du schon ganz gut, aber wir müssen das irgendwie nach hinten verschieben, damit du morgens länger schläfst und die Mama auch mal den Papa zu Gesicht bekommt. Wie machen wir das bloß?