Mittwoch, 29. Januar 2014

Romantisch is anders - Stillen die dritte

Achtung Stillbericht: Schon wieder explizit.

Vor dreizehn Tagen begann sie, meine dritte Stillbeziehung in diesem, meinem Frauenleben und da man in Beziehungen offen und ehrlich miteinander umgehen sollte, packe ich heute mal die ganze Wahrheit auf den Tisch. Die ist nämlich nicht immer nur schön.

Tag 1 unserer Beziehung: A trinkt sofort nach Geburt ne halbe Stunde rum und schläft danach fröhlich und zufrieden ein. Für 12 Stunden. Die ersten 5-6 Stunden bekomme ich mein Kind gedanklich noch so zwei bis dreimal und liege deswegen mehr oder weniger unentspannt im Klinikbett rum. Die zweite Hälfte der 12 Stunden verbringe ich mit dem Gedanken daran, dass sie bestimmt jeden Moment aufwacht und es jetzt keinen Sinn mehr macht einzuschlafen. 
Tag 2: A wacht auf und fängt an nach der Brust zu verlangen. Und sie verlangt weiter. Erst vierstündlich, dann dreistündlich, dann zweistündlich, zum Schluss halbstündlich. Sie hat innerhalb eines Tages fast 300 g abgenommen und hat sich vorgenommen, das so schnell wie möglich wieder reinzuholen. Mein Körper verlangt nach Schlaf (die erste Nacht war komplett schlaflos) und nach etwas weniger Nuckelei, aber alles ist so butterweich, weil mein Körper voll mit Endorphinen und anderen Schweinereien ist, die die Schmerzen der Geburt und auch alles andere irgendwie in Watte erscheinen lassen. In der Nacht sinkt der Spiegel und ich schlafe wieder nicht, weil sich jede Nachwehe so anfühlt, als würde ich noch ein Kind bekommen. Und ich habe sie halbstündlich, weil mein Kind so fleißig an der Brust trinkt. Da der Milcheinschuss noch auf sich warten lässt, sind wir beide unzufrieden. Und weil 24-h-Rooming-In die Mutter-Kind-Beziehung fördert, muss ich darum betteln, mein Kind zwei Stunden abgeben zu dürfen, um nur mal kurz schlafen zu können. Nur mal kurz. Nur mal ganz kurz, bitte. "Aber nur, wenn sie brav ist!"

Tag 3: Die Nachwehen sind immernoch grauselig, ich habe anderthalb Stunden geschlafen und die Mutter-Kind-Beziehung wird durch intensives Dauernuckeln weiter gefördert. Die Brustwarzen werden wund und jetzt macht es richtig Spaß, das Kind anzulegen. Wir machen fleißig weiter. Ich bekomme allerlei Ratschläge und beiße die Zähne zusammen, während das Kind die Brust zusammenbeißt, in der Hoffnung, es möge doch endlich richtige Milch fließen. Und zwar in Strömen bitte, denn 'wozu arbeite ich denn hier die ganze Zeit?'

Tag 4: Milcheinschuss. Schwellung der Lymphdrüsen unterm Arm auf Tischtennisballgröße. Schwellung des Holzes vor der Hütte. Milchproduktion ist jetzt angelaufen und wir haben zwei Probleme. Stillen schmerzt, weil die Brustwarzen wund sind, richtig anlegen ist noch schwieriger, weil die Brüste prall wie Fußbälle sind. Fertigung und Bereitstellung laufen jetzt. Auslieferung weniger. Die plötzliche Überproduktion kann mein Körper nicht behandeln und weiß noch nicht, wie er sich von der Milch befreien soll. Deswegen immernoch alles sehr schmerzhaft.

Tag 5-7: Auslieferung läuft an. Kind läuft dauernd über. Mehr Angebot als Nachfrage. Milch aus Ohren und Nase. Kind trinkt. Kind spuckt. Kind will wieder trinken. Wir stillen zwischen 14-18 Mal am Tag (Ich führe Protokoll, weil mein Hirn nicht mehr in der Lage ist rechts und links zu unterscheiden). Kind schläft derweil nur auf Bäuchen, in Wippen oder auf dem Arm. Im eigenen Bett gar nicht. In unserem Bett eine halbe Stunde. Auf dem Rücken liegen scheint ein Problem zu sein. Milch fließt immer wieder oben raus und soll dann wieder nachgefüllt werden. Dazu Dauerpupserei, von was auch immer. Brustwarzen immernoch wund.

Tag 8-9: Kind trinkt. Zwischen 14-18 Mal am Tag. Ein längeres Schläfchen von 3-4 Stunden, meistens am Nachmittag. Ansonsten wie bisher, Brustwarzen auf dem Weg der Besserung.

Tag 10: Mama steckt sich - als letzte in der Familie - mit Magen-Darm-Virus an, fühlt sich grippig und verlässt das Bett nun gar nicht mehr. Essen fällt aus. Die letzten zwei Zusatzkilos weg. Kind verschläft den ganzen Tag. Wahrscheinlich durch Mangel an Blähungen, weil Mama nix gegessen hat. Eine Methode, die leider keine Zukunft hat, liebe A.

Tag 11: Aufgrund der geringen Nachfrage kommt es zum Milchstau. Entzündung, Grippegefühl und Schmerzen in der Brust. Ab jetzt zusätzlich zum Stillen diverse therapeutische Maßnahmen, Quark, Retterspitz, warme Kompressen, Eibischwurzelbäder usw. Die Zeit zwischen den Mahlzeiten verbringe ich mit Maßnahmen. Hurra!
Tag 12: Wie Tag 11.

Heute ist Tag 13 und es ist Besserung in Sicht. Allerdings ist die Kleine auch wieder stillsüchtig und unruhig. Da habe ich heute im Internet gelesen, dass nach 14 Tagen durchaus der erste Wachstumsschub beginnen kann und die Kleinen dann mehr stillen wollen als sonst. Ich stille nach Bedarf. Bedarf herrschte hier in den letzten 24 Stunden genau vierzehn Mal, sagt mir meine Still-App. Wenn wir das jetzt hochschrauben, steh ich vor einem Problem.

Diesem Beginn einer Stillbeziehung, den ich nun zum dritten Mal in leicht variierter Form erlebe, fehlt es - man möge es mir verzeihen - leider jeglicher Romantik. Kuscheln mit dem Baby - ja. Gemeinsam in einem Bett schlafen - ja. Beim Stillen zusammen wegdösen - gerne. Aber wer das Stillen nur mit diesen romantischen Bildern verkauft, der glaubt auch, dass der Hochzeitstag der schönste Tag im Leben einer Frau ist. Stillen ist verflixt viel Arbeit. Und ich bin heilfroh, dass ich in einem Land lebe, in dem ich dafür Geld bekomme. Denn wenn ich in 4 Wochen wieder arbeiten gehen müsste, wäre diese Beziehung mit Sicherheit ziemlich schnell beendet.
Liebe A, von jetzt an kann es nur noch bergauf gehen. Wäre doch gelacht, wenn wir dich nicht irgendwie gestillt kriegen.

Dienstag, 21. Januar 2014

Drei und zwei macht fünf

Spoiler-Alarm: Achtung Geburtsbericht. Wenig explizit. 

Seit 16.1.2014, 16 Uhr und 6 Minuten sind wir hier nun endlich zu fünft. Drei Männer, zwei Frauen, fast ausgeglichen sage ich, leichtes Ungleichgewicht, sagt der Papa hier (werd ich so schnell nicht vergessen, den Spruch: "Es braucht mehr Männer, um dich auszugleichen!"). 
Die Herstellung dieser jetzigen Fünferkonstellation - ausgeglichen hin oder her - war nicht leicht, mal abgesehen vom ganz ursprünglichen Akt. Zwei Krippenkinder, eine neue Stadt, ein neuer Job, eine neue Kultur (wir lernen sie lieben, die Bayern) und ganz viele neue Herausforderungen plus eine Schwangerschaft, die mal wieder einfach nicht enden wollte. Kind P wurde am ET+9 herausgeschubst, Kind M ET+5 und Kind A, bei dir waren wir geduldig, wir haben bis ET+11 gewartet und dann war sie auf einen Schlag vorbei, die Geduld. 
Am 15. Januar ging ich morgens zur x-ten Vorsorgeuntersuchung, starrte auf das x-te wehenfreie CTG und das x-te Ultraschallbild, das besagte, alles wäre wunderbar in Ordnung und ich sagte zur Frauenärztin: Gute Frau, bitte lassen Sie uns dieses Kind rausschubsen - es wird nicht kommen, ohne Aufforderung. Und so gingen wir am 16. Januar zum dritten Mal in unserem Familienleben zum geplanten Spontangeburtstermin. Ich war mir sicher, dieser Körper würde keine überraschenden nächtlichen Wehen mehr produzieren und ich war fest davon überzeugt, es bräuchte nur einen kleinen Schubser und dann würde sie schon kommen, die Kleine. Und ich hatte Recht. 
Am Morgen in der Klinik angekommen, wollten sie uns wieder wegschicken, der Kreißsaal sei so voll und ich wäre kein dringender Fall, ich solle doch lieber noch ein bisschen geduldig sein. Aber ich drängelte weiter und bestand auf meinem Schubser. Um 10.30 Uhr bekam ich Gel und das y-ste CTG. Ich bekam ein Zimmer und zwei Essensgutscheine und wir aßen zusammen Mittag in der Kantine. Currywurst mit Pommes für den Papa und Hackbraten (pfui) mit Kartoffelbrei für die Mama. Anschließend machten wir unser letztes CTG um 14 Uhr. Die Hebamme schickte uns danach wieder aufs Zimmer und sagte, wir sollen um 16 Uhr für eine zweite Lage Gel zurück in den Kreißsaal kommen, die Wehen seien bisher harmlos. Um 14.30 Uhr fing es dann an schmerzhaft zu werden. Um 15 Uhr wurde es so schmerzhaft, dass ich lieber im Kreißsaal sein wollte, vor allem, weil mir meine Zimmernachbarin, die ihr Kind schon hatte und ohne Unterlass euphorisch von ihrer Geburt berichtete voll auf die Nerven ging. Wir gingen also zurück zum Kreißsaal und auf dem Flur wurden die Wehen immer stärker. Für jede Wehe musste ich stehen bleiben und verabschiedete mich jedes Mal ein bisschen mehr von der Außenwelt. Ich kam mir blöd dabei vor und hielt mich für furchtbar weich, weil ich die Schmerzen so plötzlich so unerträglich fand, aber je mehr Wehen ich hatte, desto hilfloser fühlte ich mich auf Treppe und Flur. Mit einer meiner letzten Eröffnungswehen schickten mich die Hebammen in den Wintergarten, um auf den Kreißsaal zu warten. Da war ich schon ziemlich verzweifelt. Ich dachte nicht, dass da die Kleine schon kommt, aber ich wollte einfach irgendwelche Hilfe. Der Papa rief die Schwiegereltern an, gab Bescheid, dass wir gleich fertig wären  (!! wie Recht er hatte) und machte noch einmal Druck wegen des Kreißsaals, während ich auf dem Boden des Klinikflurs vor einem Rattanstuhl kniete und nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Dann rief es plötzlich von links, ich solle in den Kreißsaal kommen, wenn es irgendwie geht und ich nutzte eine Wehenpause. Auf der Geburtsliege angelangt, so gegen 15.45 Uhr, untersuchte mich die Hebamme und stellte fest, was mein Mann schon auf dem Flur festgestellt hatte. "Oh. Wir sind ja gleich fertig. Das Baby kommt." Die nächste Wehe war schon die erste Presswehe und um 16.06 Uhr war sie dann da. Schneller hätte sie nicht kommen dürfen, dann wäre sie wohl im Wintergarten zur Welt gekommen. Das hört sich nett an, aber wäre sicher nicht so nett gewesen.
Seit Sonntag sind wir nun zu Hause und lernen uns kennen. Das Mehr an weiblichen Hormonen macht sich im Alltag noch nicht bemerkbar, aber wir sind gespannt und freuen uns wahnsinnig, dass du endlich da bist, liebe A. 


Donnerstag, 9. Januar 2014

Konsequenz ist wie Arbeit

Heute Morgen gab es wieder eine schöne Lehrstunde in Sachen Konsequenz. Der Papa wirft in diesem Haushalt der Mama immer mal wieder vor, nicht genug konsequent zu sein und er hat vielleicht nicht ganz Unrecht. Aus diesem Grund halten sich Einzelexemplare unserer Söhne tatsächlich lieber an mich. Unter anderem Kind P. Heute Morgen beim Wegbringen aber hatte er keine Chance. Da war ich ganz auf Papas Seite und wie wir später feststellen sollten, waren das auch noch andere, zumindest was die Theorie angeht.

P darf morgens immer, gesetzt den Fall, dass er darum bittet, den Knopf des Autoschlüssels drücken, um Papas Auto zu öffnen. "Kérem szépen a kulcsot", ist alles, was der Papa dazu hören will (Frei übersetzt: "Ich möchte bitte den Schlüssel haben!"). Kind P war noch nie gerne Papagei, aber mittlerweile hat er verstanden, dass er bestimmte Dinge einfach sagen muss, damit sich eigene Wünsche erfüllen. Und so sagt er in 90% der Fälle auch die richtigen Zauberworte. Heute Morgen hat er nichts gesagt. Der Papa wiederum hat nicht gefragt. Er hat einfach das Auto aufgemacht. Damit nahm die pädagogische Übungsstunde ihren Anfang. Kind P wurde hysterisch: "kulcs, kulcs, kulcs" (Schlüssel) rief er weinerlich und der Papa machte das Auto wieder zu, entschuldigte sich für seine Unaufmerksamkeit und wies ihn darauf hin, dass er das Auto aufmachen könnte, wenn er "kérem szépen" sagt (bitte!).
Da gab es aber ein Problem: P war beleidigt, weil das Auto ja schon aufgemacht war. Denn P wollte ja nicht Autoaufmachen üben, er wollte die echte Verantwortung für das Öffnen der Türen haben. Dieses Auto war allerdings für ihn in dem Moment abgefahren, als der Papa den Knopf gedrückt hatte, auch wenn das Auto immernoch dort stand und inzwischen längst wieder zu war. Er jammerte und schluchzte und erhielt noch verschiedene Gelegenheiten den Schlüssel doch noch zu bedienen ("kérem szépen P! Krem szépen!"), aber er wollte nicht mehr und rief stattdessen immer "kulcs,....wähhhhhhhh". Am Kindergarten angekommen erhielt er nochmal die Gelegenheit, um den Schlüssel zu bitten, schlug aber auch dort unter lautem Protest aus.
Im Kindergarten selbst hielt das Drama bis zur kindlichen Übergabe an die Erzieherin an und so musste der Papa sich erklären und die Szene übersetzen. Er erklärte die Situation und die Erzieherin stimmte ihm sofort fachfraulich zu: "Ahhh.....Konsequenz! Das ist wichtig! Das find ich gut!" Sie sagte, dass sie völlig auf seiner Seite wäre und wie wichtig Konsequenz in der Erziehung sei. Sprach's, verabschiedete den Papa und gab P ihr eigenes Schlüsselbund, damit der nicht mehr so traurig sei. Der Papa verabschiedete sich von P, der ihn frech grinsend mit den Worten im Gesicht ansah: "Die versteht mich. Geh du nur!"
Konsequenz, sagt der Papa, der sich ein bisschen veräppelt vorkam, ist eben ein bisschen wie Arbeit. Wunderschöne Sache das. Am schönsten aber wohl offenbar, wenn sich darum andere kümmern.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Warten auf die Primzahl

Heute ist der 8. Januar 2014. Meine Steuererklärung für 2013 habe ich noch nicht fertig und den Boden des Wäschekorbs sehe ich auch noch nicht (es fehlen allerdings nur noch zwei Ladungen!). Auf den Schränken müsste ich mal wieder Staub wischen und die Weihnachtssachen müssen auch noch in den Keller gebracht werden. Ansonsten aber wäre ich soweit. Echt jetzt. Den letzten Vorsorgetermin bei der Frauenärztin habe ich schon nur noch "sicherheitshalber" bekommen. Die Damen in der Praxis wollten mich nicht mehr sehen, vor allem weil ich ihren Terminkalender jetzt dreimal in der Woche zusätzlich belaste. Schon der Termin am 2.1.2014 (drei Tage vor meinem errechneten Geburtstermin war ihrer Meinung nach nur pro forma. Nun - so kann man sich irren.  Manche Kinder legen eben viel Wert auf die Form, meine offenbar alle. Heute, am 8.1., nach 283 Tagen Schwangerschaft, sitze ich immernoch rum und es rührt sich nix. Vielleicht ist das der Grund. Ich sitze zu viel.
Von allen Seiten drängen die Fragen: "Und? Rührt sich was?" - "Und tut sich nix?" - "Immernoch keine Wehen?" - "Nicht mal ein paar kleine?" 
Bevorzugte Geburtstermine im Bekanntenkreis, die bereits verstrichen sind, waren... der 31.12., weil man dann wenigstens sicher sein könnte, dass der Sprössling immer einen Partytermin am Geburtstag hätte und der 1.1.2014, weil er wenigstens im neuen Jahr liegt und die Kinder dann 2010, 2012 und 2014 geboren wären. Mein bevorzugter Termin war jeder beliebige Tag in den letzten drei Wochen. Ich bin da nicht so.
Seit wir uns im Jahr 2014 befinden, ist es dem Papa eigentlich egal. Uneigentlich wünscht er sich einen Primzahlengeburtstag, da die beiden großen Brüder auch im Besitz solcher sind (abgesehen von den Jahreszahlen). Das schließt heute aus und setzt eine weitere Wartezeit bis mindestens Samstag voraus. Danach wieder Montag und dann erst wieder am 17. Liebe Anna Christine, such dir einen Tag aus. Ich bin für Samstag. Heute wäre ich aber auch noch frei. Primzahl hin oder her. 

Sonntag, 5. Januar 2014

Geburtstag und Geburtstermin

Heute ist ein großer Tag. M hat Geburtstag und seine kleine Schwester A hat Geburtstermin. Ms Geburtstag begann sehr schön mit einem Ausflug ins Schwimmbad. Im Vergleich zu dem Ausflug im letzten Jahr, war er sicher in diesem Jahr zufriedener mit dem Programmangebot. Ich bin zu Haus geblieben, die 70 km bis zum Schwimmbad waren mir zu riskant. Am Ende hätte der Ausflug dann doch noch im Krankenhaus geendet. Das wollen wir doch nicht. Jedenfalls nicht so. Gestern habe ich noch für M eine Geburtstagstorte gebacken, zusammen mit dem Papa, die gleiche, die ich schon letztes Jahr gebacken habe, aber dann gar nicht selbst gegessen habe, weil sie in der Krippe gemampft wurde. Für M ist es nicht der kleine blaue Elefant geworden, sondern sein Kumpel oder seine Kumpeline (ist die Maus weiblich?), die Maus. Inzwischen ist diese Motivtorte auch mal richtig angebracht, denn unsere Kinder haben sich zwischenzeitlich zu richtigen "Maus und Elefant"-Junkies entwickelt. In den Weihnachtsferien haben wir sie auf kalten Entzug gesetzt und jetzt machen wir heute mit dieser Torte alles kaputt:

Heute Nachmittag kommt Besuch und dann schrubben wir die weg. Mal sehen, ob der Junge vor Ehrfurcht erstarrt, sofort den Laptop verlangt für ein gescheites "Maus-und-Elefant"-Video oder ob er einfach losstopft.
In diesem Jahr sind wir mit den Geschenken sehr bescheiden und zurückhaltend. Wir sind elterntechnisch hier endlich erwachsen geworden. So gibt es einen Radlader aus Holz und dazu ganz viel Liebe in großen Portionen. 

Lieber M,
zu deinem Geburtstag wünsche ich dir alles Liebe und hoffe, du hast einen wunderschönen - leider sehr grauen, was das Wetter angeht, Tag. Es freut mich sehr, dass ich ihn mit dir verbringen kann und nicht ausgerechnet heute im Krankenhaus bin. Vielleicht ist das schon dein erstes Geburtstagsgeschenk deiner kleinen Schwester, die nämlich genau heute Geburtstermin hat und offenbar darauf verzichtet, diesen Termin wahrzunehmen. Genau wie du und dein Bruder hält sie sich scheinbar nicht gern an Termine und rührt sich nicht. Vielleicht will sie aber auch bloß noch schnell von der Torte kosten und macht sich dann auf den Weg. Da wir in letzter Zeit sehr viel Zeit miteinander verbringen, um dich zum Einschlafen zu bringen (täglich mitunter zwei Stunden, warum auch immer, dazu schreibe ich noch), habe ich weniger Zeit für den Blog und für das Festhalten unserer gemeinsamen Abenteuer. Aber ich hole das sicher nach, wenn wir hier einen Strategiewechsel beim Einschlafprogramm vornehmen oder du dich entscheiden solltest, mal wieder allein einzuschlafen. Im Herzen sind alle diese Dinge sowieso und das ist wohl das Wichtigste. Bis gleich zum Kuchenfressen. (Gerade bist du eingeschlafen nach 1 Stunde Protest).