Sonntag, 30. November 2014

Adventskalender 2014 - Ich mache das hier nur für mein Ego

Ich habe in diesem Advent sehr viel über den Druck gelesen, den die Menschen in Bezug auf die Herstellung oder den Erwerb von Adventskalendern empfinden(z.B. hier). Das wäre alles zu viel, liest man da häufig. Zu viel Geld, zu viel Aufwand, zu viel Gedöns. Ich finde das auch. Deswegen möchte ich hier meinen einfachen Adventskalender 2014 vorstellen. Der passt so schön zum Thema.

Ich stelle Ihnen auch ein paar Reaktionen vor, von denen Sie sich eine aussuchen dürfen, um sich von mir verstanden zu fühlen.

- Oh Gott. Noch so eine, die sich wichtig machen muss.

- Das ist doch alles viel zu viel! In der Adventszeit und auch an Weihnachten geht es doch nicht um Geschenke!

- Was das wohl gekostet haben muss?

- Na die hat wohl zuviel Zeit! Arbeiten tut die jedenfalls nicht. (Tut sie übrigens derzeit tatsächlich nicht. Was ihr manchmal leid tut)

- Wie will sie denn das noch toppen? Jedes Jahr die Päckchen vergrößern? Was soll das?

- Das macht sie doch nur für ihr Ego. Dabei geht es doch nicht um die Kinder.

- Diese Bastelei. Hat sie nicht gesagt, sie wäre keine Bastelmutti? Haben sie sie jetzt auf die dunkle Seite gezogen?

Habe ich Sie erwischt?
Wenn nicht, dann melden Sie sich einfach. Ich erweitere gern.

Ansonsten hier die cold facts: 

Material: Weihnachtsaufkleber, Origamiblätter 20x20 in weihnachtlichen Motiven oder weihnachtlichen Farben, runde Klebeetiketten, Paketschnur, Washi-Tape (kleine Auswahl), großer Bilderrahmen, breites Geschenkband

Zeit: ca 20 Stunden reine Bastelzeit, je nach Bastelerfahrungsstatus mehrere Recherchestunden für den Erwerb des Materials, diverse Stunden zur Entscheidungsfindung die Befüllung betreffend, diverse Aktivitäten zur Entkrampfung der verkrampften Bastelfinger







Im Übrigen lässt sich die Produktion dieses Kalenders sehr gut mit dem Studium der Rechtswissenschaften verbinden. Ich habe innerhalb der Bastelzeit zwei Staffeln The Good Wife geschafft. 

Freitag, 28. November 2014

Mein Kind muss essen, schlafen, fröhlich sein

Ich habe als Mutter, Lehrerin, Sprachenlernerin und hobbymäßige Sturköpfin eine ganz klare Meinung darüber, was ein Kind im Alter von 4 Jahren können muss. Es beschränkt sich auf drei Hauptaktivitäten: Essen, schlafen und fröhlich sein. Alles andere ist ein Plus, aber kein Muss. So kann mein Sohn mich zum Beispiel mehrmals hintereinander mit und ohne Schummeln in Lotti Karotti schlagen, ohne dass ihm (mir schon ein bisschen) dabei langweilig wird. Leider wurde das heute beim Kinderarzt bei der U8 nicht getestet. Und so ging ich mit der Diagnose Dysgrammatismus nach Hause, weil mein Kind nicht alles kann, was es muss.


Das Kind, es geht um Kind P, wurde auf Sprache getestet. Ich habe mich dabei auch sehr amüsiert, denn das Kind wird immer witziger, vor allem in solchen Testsituationen. 

So sollte er zum Beispiel auf einem Blatt Gegenstände benennen. Es handelte sich dabei um ganz einfache Begriffe wie Blume und Bett. Der Arzt fragte: Was ist das? Das Kind sagte: Ein Bett. Der Arzt fragte: Was ist das? Das Kind sagte: Eine Blume. Der Arzt fragte: Was ist das? Das Kind sagte (der Drucker ging plötzlich an): Mach du alleine weiter. Ich muss da was kucken! 

Dann sollte das Kind beweisen, dass es Steigerungsformen beherrscht. groß - größer - am größten. Der Arzt hatte ein Blatt, darauf waren vier Lebkuchenmänner. Der erste war kaputt. Der zweite war vollständig, der dritte war etwas hübscher und der vierte war am schönsten. Der Arzt zeigt auf Nummer eins und sagt: Der ist schlecht. Dann auf Nummer zwei: Der ist gut. Dann auf Nummer drei: Und der? Das Kind sagt: Der ist schön. Der Arzt zeigt auf Nummer vier: Und der ist am..?? Das Kind sagt: Der ist auch schön. Nächste Frage. (Durchgefallen übrigens)

Nächster Test: Das Kind soll zeigen, dass es die Pluralendungen beherrscht. Es beherrscht den Plural. Die Pluralendungen beherrscht es noch nicht, weil es im Ungarischen keine Pluralendungen gibt. Aber das spielt keine Rolle. Der deutsche Plural ist eine sehr wichtige Sache. Wenn man den nicht kann, dann kann man den Arzt gar nicht immerzu unterbrechen, indem man ihn immer lauter, leicht mahnend, anspricht: "Ich möchte aber viele, viele Gummibärchen. Nicht nur eins." Jaja, das mit den Bärchen ist halt ein blödes Beispiel, ich weiß. Aber stellt euch vor: Einen der wichtigsten Unterschiede für die Lebenserhaltung kennt er schon. Geld hat keine Pluralendung. "Mama, hast du  VIEL Geld?"

Die Testliste ist lang, aber ich langweile ungern. Die Diagnose: Das Kind hat einen -ismus. Das ist gut. Denn das kann man behandeln. Man kann etwas tun. Das ist doch schön. Es wäre ja fatal, wenn das Kind etwas hätte, wo man nichts tun könnte oder gar müsste. Und wie wir alle wissen, besteht dringender Handlungsbedarf. Das Kind ist vier. Es muss auf einem Bein hüpfend, grammatikalisch korrekt singend, Strichmännchen in den drei Grundfarben zeichnen können, um sie hinterher zu zählen und dabei versuchen, möglichst lange still zu sitzen. Essen, schlafen, fröhlich sein. Das wird nicht reichen, liebe Mama. Denn spätestens in der Schule, da... spätestens dann...
Schade eigentlich.




Sonntag, 16. November 2014

Ich habe mal wieder einen Kuchen im Kühlschrank

Ich bin eine von diesen chaotischen Mamas. Ich nehme mir immer wieder vor, System reinzubringen, um dann im entscheidenden Moment daran zu scheitern, dass ich wieder vergessen habe, was ich eigentlich wollte. 
Deswegen weiß ich nicht Monate vorher, was ich den geliebten Kleinen zum Geburtstag schenken soll und ich plane auch den Geburtstag selbst immer erst, wenn er schon so dicht dran ist, dass ich den Kuchengeschmack schon auf der Zunge habe, obwohl ich noch gar nichts gebacken habe.

Und so war es dann auch wieder in diesem Jahr. Kind P hat morgen seinen vierten Geburtstag und ich hatte am Donnerstag die Idee, ich müsste einen neuen Geburtstagskuchen machen. Und da das Kind seit ein paar Wochen von nichts anderem als von Regenbögen spricht, kam nur ein Regenbogenkuchen in Frage. Genau. Diese Kuchen, die knallbunt sind und Menschen mit normal funktionierenden Gaumen nicht schmecken, weil sie so süß sind, dass Zucker aus dem Glas löffeln im Vergleich dazu leicht bitter schmeckt. 
Ich habe schon mal einen gemacht. Für den Kindergarten. Mit der Löffeltechnik und den Viererfarbtuben von Dr. Oetker. Wir mussten damals die Reste essen. Ich habe das nicht in leckerer Erinnerung. Deswegen fiel dieses Rezept für diesmal aus.

Nun versuchte ich mich an einem original amerikanischen Rezept, zumindest tut es so, und habe dazu gestern gestartet, mit dem Backen von sechs verschiedenenfarbigen Böden.
In Ermangelung der richtigen Farben habe ich Pulverfarben genommen. Und das Ergebnis kann sich farblich sehen lassen.
Heute Abend habe ich daraus dann die Torte bebastelt, mit Smarties verziert und nun wirkt es fast so, als wäre ich doch eine von diesen Müttern. Diesen anderen. 


Und morgen hat das Kindlein dann Geburtstag. Und ich kann mich endlich in Ruhe damit auseinandersetzen, wie absurd mir das vorkommt, dass Kind P morgen vier wird und ich seitdem noch zwei weitere Kinder bekommen habe.

Dienstag, 4. November 2014

Verkasematuckelung - oder wie man Fragen zum Thema Sex beantwortet

68. Hätten Sie gerne öfter Sex?

Also sowas fragt man doch nicht. Oder? Und wenn man sowas schon fragt, antwortet dann auch jemand? Ich für meinen Teil bin ja so erzogen worden, dass die adäquate Antwort auf diese Frage ein schüchternes Kichern und Rotwerden in Kombination mit einem zackigen Ablenkungsmanöver ist. Klappt nicht immer so gut. Meistens bleibe ich im zweiten Punkt stecken. Was mich an dieser Frage besonders irritiert, ist die Kombination von Sie und Sex. Wenn wir uns siezen, dann reden wir doch nicht über Sex? Wer sind Sie überhaupt? Welches Emoticon steht eigentlich für schüchternes Kichern und Rotwerden Das hier: :''> und :-) ?

Wie antwortet man auf so eine Frage? Mit Ausweichen? Kennen Sie eigentlich den Ausdruck verkasematuckeln? Angeblich verwendet man den im Ruhrgebiet, um über Sex zu sprechen. Das soll soviel wie vernaschen heißen. Ich wüsste gern, ob das überhaupt stimmt und in welcher Altersklasse das verwendet wird. Und wie man das konjugiert. "Hey, Baby, ich hätte nicht übel Lust, dich heute Abend mal so richtig zu verkasematuckeln!" Ist das noch heiß oder schon albern? Ob die Suchmaschinen auf diesen Ausdruck eingestellt sind? Führt das zu Spamcontenterhöhung, wenn ich vom Verkasematuckeln schreibe? 
Was immer geht, ist die Gegenfrage: Und Sie? Ich meine, wenn Sie schon so fragen, das klingt mir danach, als wäre das ein Thema für Sie! Also erzählen Sie doch mal! Wie ist das denn bei Ihnen so? Geht da noch was? So komm ich nicht weiter. Mir fehlt ja mein Gegenüber.

Hab ich eigentlich schon erzählt, dass ich in diesem Jahr schon im Oktober alle Weihnachtsgeschenke zusammen hatte? So ganz stimmt das natürlich nicht, es fehlen ein paar vereinzelte. Aber ich bin viel erfolgreicher als in allen vorangegangenen Jahren damit und das ist doch toll?!? Sie merken, worauf ich hinaus will, ich lenke ab. Wie war die Ausgangsfrage? Hätten Sie gerne mehr Sex? Was heißt das eigentlich genau? Was für Sex? So normalen Sex, wie dasnuf neulich beschrieb? Oder richtigen? Ups, da bin ja ich schon voll in der nächsten Strategie, Verständnisfragen stellen. Ob ich damit weiter komme? Ich glaube nicht. Ich werde wohl nicht drumherum kommen, endlich diese Frage zu beantworten. Sie ist ja auch ziemlich einfach. Und deswegen jetzt einfach geradeheraus:

Ob ich gerne häufiger oder weniger häufiger, mit wem, wann, wo und weshalb ich mit wem auch immer am liebsten verkasematuckele, das geht Sie eine feuchte Verkasematuckelung an!

Dies ist ein Post meiner #99FragenfürEltern Challenge. Wenn du nicht weißt, worum es dabei geht, hier entlang.

Montag, 3. November 2014

Was zählt, ist die Bewegung

In unserer Familie wird Sport groß geschrieben. Im Rest des Landes auch. Der Duden schreibt das ja so vor. Aber hier meinen wir das eben auch im übertragenen Sinne. Bildungsbürger eben. Vielleicht fehlte mir aber auch einfach die passende Einleitung. 

Auf jeden Fall bedeutet Sport groß schreiben bei uns weniger andere dabei zu beobachten, wie sie Sport machen, als vielmehr selbst aktiv zu werden. Ich bin dabei am liebsten mit meinem großen Mund aktiv. Denn ich habe Sport am liebsten gemacht. Liegt er noch vor mir, greife ich sehr gern auf ein prall gefülltes Vermeidungsstrategiearchiv zurück. Einige Beispiele hier:
- ich habe Kopfschmerzen
- mein Rücken tut weh
- ich bekomme meine Tage
- ich glaube, ich bekomme meine Tage
- ich habe meine Tage
- ich hatte meine Tage usw. (das ist einfach ein schönes Argument)
- ich habe noch zu tun
- ich muss die Küche noch aufräumen
- es ist zu kalt
- es ist zu warm
- ich muss noch korrigieren (das ist meine Lieblingsausrede für alles, aber leider seit nunmehr einem Jahr angestaubt)
- ich habe so einen komischen Husten
- dieser Schnupfen...., dieser furchtbare Schnupfen
- mein Hals, der kratzt...nicht dass ich krank werde
- ich habe zuviel gegessen
- ich habe zu wenig gegessen
- ich habe gerade Kaffee getrunken
- ich hab noch keinen Kaffee getrunken
- ich muss noch abwaschen

Ich denke der Beispiele waren jetzt genug (zuviele). Ich habe Sport eben gerne hinter mir anstatt vor mir. Das Gefühl hinterher ist einfach viel besser. Vorher ist da nur dieses diffuse "ich habe schon lange nicht mehr auf unserer Couch gesessen"- Gefühl.

Aus diesem Grund bin ich auch sehr froh, dass ich einen Mann geheiratet habe, der keine, aber auch keine einzige der oben genannten Ausreden für voll nimmt. Den ich nicht veräppeln kann. Der bei jedem einzelnen meiner Versuche bereit ist, die ganze Liste mit mir durchzugehen, um mich dann doch um den Block zu jagen. Das ist meistens ok, manchmal fies, ganz oft sogar unerträglich, aber eben nur vorher. Hinterher bin ich in 99% der Fälle froh. Und das eine Prozent ist nur der klägliche Rest meines inneren Schweinehundes, den ich selbst nicht leiden kann. Warum ich den ganzen Quatsch erzähle? Weil sich Geschichte wiederholt.


Gestern saßen wir hier alle auf dem Sofa und schauten unserer kleinen A dabei zu, wie sie ihre ersten, aber wirklich allerersten Fortbewegungsversuche nach vorne machte (bisher hat sie sich nur hin- und hergerollt) Sie ist in zwei Wochen 10 Monate alt und ist, nun, sagen wir es mal so, noch gemütlicher als ihre beiden Brüder. Dieses Kind ist ein Sonnenschein ohnegleichen. Sie lacht und strahlt und ist zufrieden, sobald einer der beiden in der Gegend ist oder sie einfach die Nähe ihrer Familie spürt. Dem ganzen Kind ist anzumerken, wie zufrieden sie mit der Gesamtsituation bisher war. Alle sind da. Wozu da bewegen?
Nun, es war auch hier der Papa, der dem ganzen gestern ein Ende setzte und ihren inneren Schweinehund herausforderte. Ein kleines Holzbrett, drei Zuschauer auf dem Sofa und fertig war die open training session. Das Ergebnis: Kind A robbt sich jetzt nach vorn. Ob sie selbst einfach keine Ausrede mehr hatte oder ob der Einfluss des Familientrainers eine Rolle gespielt hat, wir werden es wohl nie erfahren. Das ist aber auch nicht wichtig. Was zählt, ist die Bewegung.


Sonntag, 2. November 2014

Essen und Freizeit

Mein wahres Vereinbarkeitsproblem ist ja nicht das von Familie und Beruf, sondern das von Mittagessen und Freizeit.

Ich liebe Mittagessen. Warm muss es sein. Frisch gekocht muss es sein. Lecker muss es sein. Satt muss es machen. Und glücklich. Und wenn es dazu noch gesund ist, na dann hab ich gewonnen. Das Problem: Das muss ja irgendwer organisieren. Wir sind hier inzwischen fünf. Und ich übertreibe nicht, dass auch unser jüngstes Familienmitglied - Kind A - mittlerweile vollwertige Portionen zu sich nimmt. Was die motorische Entwicklung angeht, da lässt sie sich Zeit. Aber die Butter. Die lässt sie sich nicht mehr vom Brot nehmen. (Wörtlich nicht übertragen!) Fünf Mäuler also, die gestopft werden wollen. Allerdings hängen besagte fünf Mäuler an fünf Körpern, die am Wochenende nach Bewegung und frischer Luft schreien. Wer also kocht?

Wir essen als Familie am Wochenende vier Mahlzeiten gemeinsam (Frühstück, Mittagessen, Kuchen und Abendessen) und das gemeinsame Mittagessen ist für mich ein Höhepunkt, auf den ich nicht verzichten möchte. Da ich das Kochen noch übe,
(der Mann sagt, das wäre kein Üben, denn ich koche nicht oft genug dasselbe Gericht, sondern immerzu was neues. So wüssten wir ja nie, wie ein Essen  schmeckt, wenn es mal nicht gelingt oder eben besonders gut gelingt, weil ja keine Vergleichswerte da sind. Die Kinder werden zudem nie sagen können, was eigentlich ihr Lieblingsessen war, weil es ja immerzu was anderes gab. Und dann sagen sie am Ende Pommes, weil es die eben immer mal wieder - in Verbindung mit Chlorwasser - gab.)
verbringe ich auch ziemlich viel Zeit mit der Suche nach neuen Rezepten und beim Einkaufen für diese, beziehungsweise mit dem Nachdenken darüber, was ich aus Vorhandenem wohl noch irgendwie zusammenwerfen könnte, ohne dass auffällt, dass das gar kein richtiges Essen (weil ohne Rezept) ist.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist: ein warmes Mittagessen muss irgendwer kochen. Und das bin bei uns ich. Und so stehen wir jedes Wochenende vor demselben Dilemma. Wenn ich koche, dann muss der Mann die Kinder bespaßen, denn die müssen raus. Immer. Das ist ein Gesetz. Weil ich dann aber nie raus kann und der Mann immer raus muss, machen wir das seit einer Weile anders. 

Ich verlasse den Frühstückstisch und koche das Mittagessen. Danach gehen wir alle zusammen an die Luft und kommen nach zwei, drei Stunden wieder, um gemeinsam zu essen. Meistens ist das Essen dann noch warm. Wenn nicht, wird es schnell warm gemacht. Das macht so viel mehr Spaß und ist viel besser für meine Haut. (Den Ablauf meine ich, nicht die Temperatur des Mittagessens. Weil Luft und Bewegung und so!)

Heute waren wir laufen. Zwei Kinder im Anhänger und eins auf dem Rücksitz vom Fahrrad. Wir haben auch mal getauscht, sodass ich auch 2 km gelaufen bin (der Mann 11, nehme ich an). Die Kinder laufen oder fahren unterwegs nicht, die toben sich auf dem Spielplatz aus. Von Spielplatz zu Spielplatz - da geht es um uns. 
Die Luft war heute herrlich, der Spielplatz gehört bei dem Wetter immer nur ins allein, (das wissen wir aus den vorangegangenen Wintern) und jetzt schlafen alle in ihren Betten, mit warmer Kürbis-Lauch-Suppe im Bauch. So stell ich mir den Sonntag vor. 

Und wie macht ihr das so? Wie vereinbart ihr Essen und Freizeit? 














Samstag, 1. November 2014

Samstagssüß

Seit ich das hier im Sommer mehrmals gegessen habe und für ausgesprochen lecker befunden habe, kommen immer wieder Tage, an denen ich unheimlichen Appetit auf eben diesen strawberry cheesecake habe, aber mir die Hälfte der Zutaten fehlt. Deswegen spiele ich immer wieder damit herum und erfinde neue Varianten. Aktuell steht diese im Kühlschrank:

Was ich im Haus (Im Haus! Dass ich nicht lache!) hatte:
250 g Schlagsahne
300 g Himbeeren
250 g Vanillejoghurt
Schokoraspeln (nach Belieben)
Sahnesteif
Zucker (nach Belieben, hier 1 EL)
2 Hände voll Cornflakes (ungesüßt und auch sonst ohne alles)

Was ich damit gemacht habe:
- die Hälfte der Himbeeren durch ein Sieb pressen, die andere Hälfte beiseite stellen
- Schokoraspelpackung öffnen (die war bei mir schon geöffnet, gebe ich zu)
- Vanillejoghurtglas öffnen (bei Schwierigkeiten nicht den Mann holen, sondern oben mit dem Messer brutal reinstechen. In das Glas. Nicht in den Mann) 
- die Sahne mit Sahnesteif und Zucker schlagen (Dazu nehme ich einen Stabmixer. Aus Unprofessionalität)
- Sahne mit dem Joghurt verrühren
- 4 Gläser nehmen und dann

1 Schicht Cornflakes, dann 2 EL Himbeerpüree, 2 Himbeeren, dann 1 Schicht Joghurt-Sahne-Mischung, dann wieder Cornflakes und so weiter, bis alles alle ist. Beziehungsweise im Glas geschichtet halt.

An dieser Stelle hätte ich eigentlich mein King Louie Kleid anziehen müssen und mich hinter die Gläser stellen müssen. Dank dieses Posts hier habe ich ja jetzt auch eins. Aber dann müsste ich erst wieder den Still-BH ausziehen, den Push-Up BH anziehen, alles ordentlich hochpressen, ins Kleid quetschen, alles drapieren, am Ende gar noch die Haare machen. Dafür bin ich heute zu müde. Ich wollte doch eigentlich auch nur was Süßes.